Wie schon im Beitrag über mein „chinesisches Lehrgeld“ geschrieben, war ich schon länger an einem vernünftigen Fitness-Tracker interessiert, aber die relativ hohen Anschaffungskosten verhinderten einen Kauf. Und dann kam mir der günstige Umstand zugute, dass ich sein Anfang April 2015 in Berlin arbeitete und seither wöchentlich dorthin pendeln musste. Und da es auch bei der Bahn ein Prämienprogramm ähnlich Miles & More gibt, bekam ich doch tatsächlich kurz vor Weihnachten ein Fitbit Flex aus just diesem Programm „geschenkt“.

Das Armband kam in einer schönen Verpackung daher, präsentierte sich schon in der Schachtel wie in einem Schaufenster einer Nobelboutique und eins kann ich vorweg nehmen: es hält bisher absolut das, was seine nette Präsentation vermuten lies.

Nach dem Öffnen fand sich im Inneren der eigentliche Tracker, ein relativ kleines und unspektakuläres Plastikteil von nur zirka zwei Zentimetern Länge, das sich in eines der beiden mitgelieferten Kunstoffarmbänder stecken lässt. Außerdem enthielt die Schachtel noch ein USB-Ladekabel, einen USB-Dongle zur Synchronisierung  mit dem PC und die minimalistischste Anleitung, die ich je bei einem elektronischen Gerät gesehen habe. Sie besteht im Prinzip nur aus einem Satz, der allerdings in sechs unterschiedlichen Sprachen abgebildet ist:

„Einrichtung unter http://www.fitbit.com/setup

Und so erstaunlich es auch klingen mag, mehr braucht man wirklich nicht, denn auf dieser Website wird man einfach und stringent durch den Installationsprozess geleitet. Mit einer Ausnahme, zumindest bei mir: An einer Stelle soll man zweimal auf das Gerät tippen, um es zu aktivieren uns als Quittierung sollen dann seine Leuchtdioden blinken. Hier wäre ich fast verzweifelt und wollte schon nach der Lösung googlen. Da ich aber schnell ungeduldig werde, erledigte sich dieses Problem quasi von selbst: der Hersteller hätte vielleicht besser „beherzt tippen“ oder „vorsichtig hämmern“ schreiben soll, das Fitbit Flex mag es eben etwas kräftiger.

Seitdem ist das Fitbit Flex mein täglicher Begleiter, eigentlich rund um die Uhr. Nur zum Duschen und Laden nehme ich es ab, auch wenn es eigentlich wasserdicht sein soll. Es zählt meine Schritte, kontrolliert meinen Schlaf und errechnet meinen Kalorienverbrauch. Da ich auch all meine verzehrten Nahrungsmittel mit der mitgelieferten App erfasse, zeigt es ebenfalls, wie viel ich mich noch bewegen muss, um meine selbst gesteckten Abnehmziele zu erreichen. Doch in Kombination mit App und Website bietet es noch einiges mehr: Man kann sich mit anderen Fitbit-Besitzern vernetzen, mit ihnen virtuell gemeinsame Wettkämpfe bestreiten und man erhält digitale Abzeichen für gelaufene Schritte oder bewältigte Höhenmeter.

Nach nun schon drei Wochen mit meinem Fitbit Flex bin ich bisher schlichtweg begeistert, denn es hat wirklich schon einige Änderungen in meinem täglichen Lebensstil hervorgerufen. Ich habe mich deutlich mehr bewegt, als in den Wochen zuvor. Ich bin mit den Hunden zu Zeiten losgegangen, an denen ich sonst freiwillig niemals nochmal das Sofa verlassen hätte. Ich habe über die App andere fitnessbegeisterte Menschen kennengelernt und mit ihnen schon Challenges bestritten, die mich bis an den Rand meiner täglichen Belastbarkeit gebracht haben. Und ich habe schon die ersten zweieinhalb Kilo abgenommen, in nur drei Wochen. Diese Methode motiviert mich und deshalb möchte ich von nun an hier regelmäßig über meine Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Fitness Tracking berichten. Denn neuerdings gilt für mich bei jedem Gang und zum Ende jeden Tages immer dieselbe Devise: Just one more step!

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